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Im Glossar erklären wir die Begriffe (gesundheitspolitische Themen, Entwicklungsstufen, Akteure, Charakteristika und Schlagwörter), die in unseren Berichten benutzt werden, um gesundheitspolitische Reformen zu beschreiben und analysieren. Bitte wählen Sie einen Begriff aus dem Dropdown Menü.

Innovationsgrad

Wir bitten die gesundheitspolitischen Experten aus den HPM-Netzwerkländern, den Innovationsgrad einer beschriebenen Idee oder Reform vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in ihrem Land einzuschätzen. Eine politische Initiative oder Idee kann völlig neu sein oder bereits seit längerem bekannt, sie kann von einem anderen Land übernommen und angepasst worden sein oder im eigenen nationalen Kontext eine Renaissance erleben. Die Skala für diese Einschätzung reicht von "traditionell" bis "innovativ".

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Kontroversität

Der Health Policy Monitor verfolgt das Ziel, über einen längeren Zeitraum Einblick in die Verhaltensweisen verschiedener Akteure und in (sich ändernde) Kooperationen, Allianzen und Austauschbeziehungen zwischen Akteuren im Gesundheitswesen zu geben. Verschiedene Akteure können sehr unterschiedliche Meinungen zu bestimmten Themen haben und unterschiedliche Interessen verfolgen. Einige gesundheitspolitische Themen werden daher sehr kontrovers diskutiert, wie z.B. das Thema Gentechnik oder die Frage, wie die Finanzierung von Gesundheitssystemen aussehen soll. Wir bitten unsere Experten einzuschätzen, wie strittig ein Thema bzw. eine Reformmaßnahme ist. Die Skala reicht von ?unumstritten? bis ?kontrovers?.

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Strukturelle Wirkung

Dieses Kriterium beschreibt den Einfluss und die Auswirkungen einer Reform auf die Strukturen im Gesundheitssystem. Zum Beispiel hätte eine Umstellung von lohnabhängigen Beiträgen auf pro-Kopf-Prämien in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland eine große strukturelle Wirkung. Der Ein- oder Ausschluss von Leistungen aus dem Leistungskatalog muss dagegen nicht unbedingt Auswirkungen auf das gesamte System haben. Die Skala reicht hier von ?marginal? bis ?fundamental?.

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Medienpräsenz

Hier wird bewertet, welchen öffentlichen Stellenwert ein gesundheitspolitisches Reformthema hat bzw. wie viel Aufmerksamkeit ihm zuteil wird und welche Rolle Presse, Rundfunk oder Internet in der öffentlichen Diskussion und Meinungsbildung spielen. Durch Medienberichterstattung kann die Öffentlichkeit informiert, aber auch gezielt beeinflusst werden. Der Umfang, in dem die Bevölkerung über eine Gesetzesänderung oder Neuerung im Gesundheitswesen informiert ist, ist meistens von der Art und Weise und dem Ausmaß der Berichterstattung in den Medien abhängig. Unsere Experten beschäftigen sich mit den Fragen, ob und wie die Diskussion über eine spezielle Reform im Gesundheitswesen in den Medien geführt wird, und ob die Berichterstattung einen Einfluss auf den Reformprozess und Entscheidungen hat. Die Skala zum Einschätzen der Medienpräsenz reicht von ?sehr niedriger Medienpräsenz? bis zu ?sehr hoher Medienpräsenz?.

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Übertragbarkeit

Dieses Merkmal beschreibt den Grad der Übertragbarkeit von Reformen in einen anderen Kontext. Wir bitten unsere Experten, die geschilderten Reformen und politischen Ideen im Hinblick darauf einzuordnen, ob und inwieweit sie auf ein anderes Land und damit oft auch auf ein anderes System anwendbar sind. Rein formale Änderungen (z.B. die Einführung einer Positivliste für Arzneimittel) sind leichter auf andere Länder übertragbar als beispielsweise stark strukturverändernde Reformen (z.B. Änderungen im Zuständigkeitsbereich von Akteuren, Privatisierungstrends, usw.). Die Bewertung unserer Experten erfolgt als Einschätzung zwischen den Extremen ?stark systemabhängig? und ?systemneutral?.

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