Health Policy Monitor
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Fachseminar der Bertelsmann Stiftung "Ausgestaltung von Primärversorgung ? Wege zu mehr Koordination, Effizienz und Patientenzufriedenheit"

6. Dezember 2007
Berlin

Zum fünften Mal hat die Bertelsmann Stiftung Entscheidungsvorbereiter aus Politik, gesundheitlicher Selbstverwaltung, Wissenschaft und Praxis eingeladen, um innovative gesundheitspolitische Konzepte zu diskutieren. Das Thema des Fachseminars in Berlin lautete: "Ausgestaltung von Primärversorgung - Wege zu mehr Koordination, Effizienz und Patientenzufriedenheit".

Deutschland: Hausarzt übernimmt größere Rolle in der Versorgung

In Deutschland haben die Reformen der letzten Jahre auf eine Stärkung der Hausärzte gesetzt, um eine besser koordinierte Versorgung zu erreichen. Die Hausarztmodelle der Krankenkassen stellen dem Patienten den Hausarzt als Lotsen zur Seite.

Niederlande: Starke Primärversorgung

Der niederländische Ansatz einer starken Primärversorgung, so zeigte es Professor Peter Groenewegen von der Universität Utrecht, geht über das deutsche Modell hinaus. Um den Herausforderungen der sich ändernden Patientenstruktur mit mehr älteren, oft unter mehreren chronischen Erkrankungen leidenden Patienten zu begegnen, setzen die Niederlande nicht nur auf den Hausarzt, sondern auch auf eine Professionalisierung anderer Gesundheitsberufe. "Nurse practitioners", "physician assistants" und "mental health nurses" heißen die neuen Helfer des Arztes, die den Patienten gemeinsam im Team betreuen und einen Teil der ärztlichen Aufgaben übernehmen. In so genannten Gesundheitszentren finden Patienten zudem alle Elemente einer umfassenden Primärversorgung: Neben der hausärztlichen Praxis z.B. eine Apotheke, Physiotherapie, Ernährungsberatung und psychologische Betreuung. Unterstützt wird der Wandel hin zu einem Mix professioneller Gesundheitsdienstleister durch eine neue Finanzierungsstruktur, Behandlungsleitlinien und ein intensives System der Qualitätssicherung.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie bei Ines Galla, Bertelsmann Stiftung (ines.galla@ bertelsmann.de, 05241-81-81226).